Feldhockey wird primär auf Kunstrasenplätzen gespielt
Gem. Spielordnung des Deutschen Hockey-Bundes e.V. (DHB) müssen im Feldhockey Meisterschaftsspiele auf Rasenplätzen (Naturrasen- oder Kunstrasen) ausgetragen werden. Kunstrasenplätze gelten als Rasenplätze, wenn sie vom DHB zugelassen sind.
- Der internationale Hockeyverband (FIH) gibt für Olympische Spiele und Hockey- Weltmeisterschaften seit 1976 Kunststoffrasensysteme mit unverfüllter Polschicht als Spielfeldbelag verbindlich vor. Diese Vorgabe beeinflusst die Zielvorstellungen und Wünsche der Clubs, insbesondere natürlich der oberen Spielklassen. Dieses auch, da die schnellen Kunstrasenbeläge ebenfalls das Spiel und die Technik beeinflussen und als erheblich belastbarer und pflegeleichter als ein Naturrasenplatz angesehen werden.
- Die Stoßdämpfung moderner Kunstrassensysteme ist hervorragend, die Belastung der Gelenke wird reduziert, Verletzungen bei einem Sliding kann durch die Fasereigenschaften und die Faserrichtung sowie durch ergänzende Bewässerung des Belages entgegengewirkt werden (Auswahl Fasermaterial, Faserrichtung, Poldichte, Versenkregnersystem !)
- Wichtige Funktionen von Kunstrasensystemen sind genormt (DIN V 18035, Teil 7), wie z.B.
die Sportfunktion mit den Anforderungen an Gleitverhalten, Ballreflexion, Ballrollverhalten, Ebenheit, Wasserdurchlässigkeit,
die Schutzfunktion mit den Anforderungen an Kraftabbau und Gleitreibung,
die technische Funktion mit den Anforderungen an Verschleiß, Alterung und Brennverhalten und
die Umweltverträglichkeit, d.h. die Auswirkungen der Materialien auf den Menschen und/oder die Schutzgüter Boden und Grundwasser.
- Das Hockeyspiel auf Kunstrasen ist durch die technischen und sportfunktionellen Vorgaben an das Kunststoffrasensystem schneller, präziser, variantenreicher und auch attraktiver für die Spieler und die Zuschauer.
- Besondere Spielzüge, Kombinationen und Techniken benötigen die homogenen Eigenschaften von Kunstrasenbelägen. Optimal ist ein eine richtungslose Oberfläche des Fasermaterials.
- Pflegeerleichterungen führen zu wirtschaftlichen Vorteilen, da z.B. die Linien und Markieren fest eingetuftet sind und nicht vor jedem Spiel neu aufgebracht werden müssen. Im Vergleich mit einem Naturrasenplatz entfällt das Mähen und Düngen. Der Wasserverbrauch auch Kunstrasenplätzen ohne Polverfüllung ist aber vergleichbar oder sogar höher.
Dem Einbau einer guten Versenkberegnungsanlage mit gleichmäßiger Wasserverteilung kommt daher große Bedeutung zu. Die benötigte Wassermenge muss mit der Anlage relativ kurzfristig aufgebracht werden können, da z.B. auch in der Spielpause beregnet werden muss.
- Vom Nachwuchs werden heute auch im Feldhockeybereich Kunstrasenplätze erwartet.
Sie sind durchaus ein Kriterium bei der Clubwahl.
Weitere Informationen über Kunstrasen und neue Hockeyplatzprojekte mit Kunststoffrasenbelag unter