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American Football:
(FRANKFURT PIRATES)

Frankfurt Pirates gewinnen Hitzeschlacht in Trier

 
Die Frankfurt Pirates waren am 30.06. zu Gast in Trier. Nach der bitteren und vor allem unnötigen Niederlage im Hinspiel, wollten sich die Pirates revanchieren. 21:00 hatte man gegen die Stampers im Hinspiel geführt ehe man das Spiel in der letzten Sekunde mit 21:24 verloren hatte.

Die Frankfurter mussten einige verletzungsbedingte Ausfälle kompensieren, weshalb man das Spiel gegen die Stampers keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen wollte. Allen voran fehlte mit Aaron Seward eine wichtige Waffe in der Offensive. Gespannt blickte man deshalb auf die Offense der Pirates, wird einem doch des Öfteren nachgesagt, dass bei den Pirates die amerikanischen Spieler das Spiel fast ausschließlich gestalten. Das erste Quarter startete unspektakulär. Beide Teams konnten den Ball bewegen, wurden jedoch stets zum Punt gezwungen - so wechselte einige Male das Angriffsrecht. Während die Offense der Pirates noch etwas verhalten reagierte, spielte sich die Defense förmlich in einen Rausch.

Immer kleiner wurden die Räume, immer öfter wurde der Quarterback unter Druck gesetzt und das Laufspiel bereits im Backfield gestoppt. Die Passverteidigung ließ kaum einen vollständigen Passversuch der Gastgeber zu.
Das zweite Quarter sollte es dann in sich haben. Während die Defense weiterhin auftrumpfte und Turn-Overs provozierte, kam nun auch die Offensive besser in Schwung. #64 Oliver Koschilny, der seine erste Saison für die Pirates spielt, konnte mit zwei Sacks und einem Forced Fumble, den er selbst eroberte, überzeugen.

Das sollte der Startschuss für die Offense werden. In guter Feldposition benötigte es einige Läufe, ehe #12 Lonnie Williams den Ball selbst in die Endzone trug (00:06). Wieder stoppten die Pirates die Gastgeber nach nur wenigen Versuchen. Im dritten Versuch geriet Lonnie Williams dann extrem unter Druck, schaffte es dennoch den Ball loszuwerden und Richtung Endzone zu schicken. Mit #89 Max Jäger fand sich dort dann auch ein dankender Abnehmer – Touchdown zum 00:12.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit fing #4 Mike Wallace einen Pass der Stampers ab und brachte den Ball bis tief in die gegnerische Hälfte.

Allzweckwaffe #8 Cort Baestlein pflückte nur wenige Spielzüge später das Lederei aus der Luft zum 00:18. Die 2pt. Conversion sollte dann auch endlich gelingen, 00:20 hieß es also zur Halbzeit.

Jeder anwesende an diesem Tag konnte sich nun denken, wie die Halbzeitansprachen der jeweiligen Teams wohl gelautet haben muss. Die Stampers schöpften Hoffnung, hatte man doch das Hinspiel noch gedreht. Die Pirates mussten weiterhin konzentriert ihr Spiel durchziehen und dem Gegner keine Chance geben das Spiel doch noch zu drehen.

Die Pirates starteten mit ihrer Offense in die zweite Halbzeit und ließen keinen Zweifel aufkommen, dass sie dieses Spiel doch noch aus der Hand geben würden. Mit einem langen Drive, der nebenbei viel Zeit von der Uhr nahm, gelangten die Pirates bis kurz vor die Endzone. Dort fand Lonnie Williams #83 Bo Lockl zum Touchdown – Conversion durch #8 Cort Baestlein. Mit dem Zwischenstand von 28:00 wechselten dann zum letzten Mal die Seiten. Die Pirates konnten, wie schon in der Woche zuvor, das Laufspiel hervorragend etablieren. Immer wieder war es #21 Daniel Lourenco der die Lücken in der Defense nutzte. Unterstützt wurde er dabei von einer sich von Spiel zu Spiel steigernden O-Line. „Vor allem die O-Line hat heute ein herausragendes Spiel gemacht“ befand auch HC Keith Williams. Im vierten Quarter war es dann #84 Alex Schwick der per Lauf auf 00:34 erhöhte. #22 Niels Truhöl trumpfte mit einem Pick-Six auf (00:40) ehe #8 Cort Baestlein den Endstand von 00:46 herstellte.

„Heute hat eine Menge gepasst. Die Defense stand hervorragend, ließ ab Mitte des ersten Quarters so gut wie gar nichts mehr zu. Ein Shoot-Out, also ein Spiel zu Null ist etwas Besonderes“ fand #44 Alexandros Karafentzos die richtigen Worte nach dem Spiel. Gerade in der Defense gab es einige Ausfälle zu kompensieren, was jedoch hervorragend gemeistert wurde. Zu erwähnen ist da zum Beispiel #45 Marvin Albrecht, welcher seine ersten Spielminuten auf dem Platz erlebt hatte und dabei gleich einen Fumble verursachte.

Die Frankfurt Pirates rücken mit diesem Sieg auf den zweiten Tabellenplatz vor. Am 14.07. steht das Auswärtsspiel bei den noch sieglosen Kassel Titans an.

Eine Woche später kommt es dann zum Spitzenspiel der Regionalliga Mitte, wenn der Tabellenführer, die Darmstadt Diamonds zu Gast sind.


Autor: cowi
Artikel vom 12.07.2018, 15:31 Uhr

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